WUMS! auf dem Kollapscamp – Rückblick
Im Sommer hat zum ersten mal ein Kollapscamp in Deutschland stattgefunden und wir haben uns dort sowohl inhaltlich als auch organisatorisch beteiligt.
Da wir schon länger zu der Frage arbeiten „wie können Rituale linke Bewegungen unterstützen“ haben wir die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und uns unter anderem bei dem Eröffnungs- und Abschlussritual eingebracht. Unsere Hauptmotivation lag darin, zu Beginn des Camps einen Raum aufzumachen der die Gefühle, die in der Auseinandersetzung mit Kollaps auftreten, würdigt. Ein Ritual, dass die Situation symbolisch anerkennt, dass wir alle zusammen drin stecken und dass wir die Lösungen und Antworten vielleicht einfach noch nicht haben und sie vielleicht auch erst finden wenn wir uns trauen neue Wege auszuprobieren.
Neben unserem Workshop zu Mentaler Selbstverteidigung (siehe 1.) haben wir auf dem Camp auch unser emanzipatorisches Rituallabor gehalten. Ein Workshop der v.a. vermitteln will:
Rituale sind nicht unbedingt Esoterik
sie werden und wurden von vielen linken Bewegungen genutzt
haben großes Potenzial Gemeinschaft und Zusammenhalt zu fördern
und ihr könnt sie nach euren Bedürfnissen gestalten und entwerfen
Auf dem Camp haben wir selbst viele spannende Workshops besucht, uns vernetzt und auch gemerkt, dass einiges noch fehlt (z.b. mehr Perspektiven aus dem globalen Süden von Menschen die tatsächlich schon im Kollaps leben) und auch die Diskussion um den Kollaps und wie definitiv der nun kommt und was nun die „richtige Aktionsform“ ist, ist noch lang nicht abgeschlossen.